Tischtennis-Inklusions-Mannschaftsfinale
Tischtennis-Inklusions-Mannschaftsfinale
Spannung bis zum letzten Punkt beim Tischtennis-Inklusions-Mannschaftsfinale
Am 12. September 2026 fand in Innsbruck das Finale der Tiroler Tischtennis-Inklusions-Mannschaftsmeisterschaft statt. Dieses in seiner Form einzigartige Wettbewerbsformat verbindet Breiten-, Behinderten- und Parkinsonsport und setzt damit ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion.
Organisiert wurde die Veranstaltung in Zusammenarbeit zwischen dem Tiroler Behindertensportverband, der ASKÖ Tischtennis Tirol, Parkinson Tischtennis Tirol und dem Behindertensportverein Innsbruck.
Jede Mannschaft besteht aus drei Personen: einem Vertreter des Breitensports, einem Sportler mit Behinderung und einem Menschen mit Parkinson. Für zusätzliche Spannung sorgt der besondere Spielmodus: Jeder Spieler absolviert jeweils nur vier Punkte, danach übernimmt der nächste Mannschaftskollege. Sieger ist jenes Team, das zuerst drei Sätze für sich entscheidet. Dadurch sind nicht nur spielerisches Können, sondern auch Teamgeist, Konzentrationsfähigkeit und die schnelle Anpassung an wechselnde Spielsituationen gefragt.
Bereits der Grunddurchgang der Meisterschaft verlief äußerst spannend und zeigte eindrucksvoll das Potenzial dieses inklusiven Wettbewerbsformats. Der Initiator der Veranstaltung führt deshalb bereits Gespräche mit dem Österreichischen Tischtennisverband und dem Österreichischen Behindertensportverband. Ziel ist es, die Tischtennis-Inklusions-Mannschaftsmeisterschaft im Jahr 2027 österreichweit auszutragen.
Auch das Finale ließ an Spannung nichts vermissen. Die favorisierte Mannschaft rund um die Parkinson-Tischtennis-Weltmeisterin Barbara Romen Schneider führte bereits mit 2:0 Sätzen und sah wie der sichere Sieger aus. Doch das Team der zweifachen Parkinson-Tischtennis-Weltmeisterin Verena Höllrigl kämpfte sich eindrucksvoll zurück und lag im entscheidenden Satz plötzlich mit 7:3 in Führung.
In der entscheidenden Phase bewies jedoch das Team mit Barbara Romen Schneider, Alexander Menzel und Gerhard Walch die größere Nervenstärke. Die Mannschaft drehte den Entscheidungssatz und krönte sich damit zum ersten Tiroler Tischtennis-Inklusions-Mannschaftsmeister.
Verena Höllrigl, Reinhard Walcher und Horst Ollram erwiesen sich als faire Verlierer und gratulierten dem siegreichen Team zu seinem Erfolg.
Das Publikum – darunter auch TBSV-Präsidentin Gisela Danzl – zeigte sich von der Spannung, der besonderen Atmosphäre und dem inklusiven Charakter des Wettbewerbs begeistert. Die Zuschauerinnen und Zuschauer hatten ihr Kommen keineswegs bereut und erlebten ein Finale, das eindrucksvoll zeigte, wie Menschen mit unterschiedlichen sportlichen Voraussetzungen gemeinsam als Mannschaft erfolgreich sein können.
Link zum Video: Finale Tischtennis Inklusions Mannschaftmeisterschaft 12 09 2026 - YouTube
ASKÖ-Präsident Heinz Öhler ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Siegerehrung vorzunehmen und den erfolgreichen Mannschaften ihre Preise zu überreichen.
Das erste Tiroler Tischtennis-Inklusions-Mannschaftsfinale war damit nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Inklusion im Sport praktisch gelebt werden kann.